WeingutEstate
BetriebsgeschichteHistory
WeinphilosophieWine Philosophy
WeinbergslagenVineyard
WeineWines
TrockenDry White Wines
Feinherb und fruchtigMedium Dry – Fruity Style
EdelsüßNoble Sweet
Rot und RoséRed and Rosé Wines
SektSparkling Wines
TermineAppointments
FerienwohnungHoliday Flat
AktuellesNewsworthy
PressePress
KontaktContact
AnfahrtApproach
DistributorDistributor

Aktuelles

Die ALTEN REBEN beim Riesling Cup

Das Wein- und Genussmagazin DER FEINSCHMECKER ruft jedes Jahr die Winzer auf, ihre besten Riesling in die Verkostung zum Riesling Cup einzusenden. Aus alle Wettbewerben sticht der Riesling Cup hervor. Zum einen, weil sich hier die Winzer kurz nach der Ernte (also in absolut entspannter Atmonsphäre) treffen und es genug Zeit gibt den Jahrgang zu besprechen.  Zum anderen, weil dies der einzige Wettbewerb dieser Größe ist, indem alle Weine blind (das heißt ohne Wissen über das Anbaugebiet, den Winzer oder den Wein) verkostet werden. 

Wir freuen uns sehr über den 12. Platz für unsere ALTEN REBEN 2015! 

November 2016

Hagel im Weinberg

Nicht immer spielt uns die Natur gut in die Karten. Als Winzer sind wir natürlich im besonderen der Natur und ganz speziell den Witterungsverhältnissen ausgesetzt. Nicht genug damit, dass wir in diesem Jahr sehr lange auf den Sommer warten mussten und innerhalb von 4 Wochen so viel Regen bekommen haben, wie sonst in einer ganzen Vegetationsperiode (vom 27. Mai bis zum 30. Juni fielen in Bacharach 250l Niederschlag). Am 24. Juni kam es zu einem kurzen aber heftigen Hagelschlag rund um Bacharach. 

Hagelkörner von der Größe von Golfbällen fielen am Freitag, den 24. Juni kurz vor 13h vom Himmel. Zum Glück muss man sagen, dass die Körner so groß waren. Je kleiner der Hagel ist, umso mehr wird er vom Wind gegen die Laubwand "gepeitscht". Dadurch hat der Hagel einen größere Fläche auf die er auftreten kann und in der er mehr Umheil anrichtet. Je größer und schwerer die Hagelkörner sind, umso "gerader" fallen sie nach unten und schlagen nur vertikal in die Laubwand ein. Nichtsdestotrotz ist auch so genug Schaden entstanden. Die grünen Triebe an denen unsere Trauben und Blätter wachsen sind beschädigt und brechen jetzt beim heften sehr schnell ab. Auch im nächsten Jahr werden wir Schwierigkeiten haben die beschädigten Triebe zu biegen. Aber zum Glück sind keine Trauben oder Blätter beschädigt. So haben wir zwar mehr Arbeit, aber bis jetzt keinen Einbußen in Sachen Qualität erlitten. 

Juli 2016

Alles neu macht der Mai...

In jedem Jahr verjüngen wir unsere Rebfläche. In den letzten zehn Jahren haben wir ausschließlich Weißwein angepflanzt, dieses Jahr setzen wir erstmals wieder eine neue Parzelle Spätburgunder.

Für den neuen Weinberg haben wir uns die Nachbarlage zu unserem Weißburgunder ausgesucht. Hier, ca. 50m oberhalb unseres besten Weinbergs Bacharacher Hahn, haben wir kaum Schiefer im Boden, dafür aber viel Lehm. Das ist auch an der braunen Färbung zu erkennen. 

Nachdem wir mit einer GPS unterstützen Pflanzmaschine die Reben in den Boden gesetzt haben, warten wir jetzt auf etwas Regen zum Anschwemmen der jungen Wurzeln. Dann brauchen wir viel Sonnenschein und Regen zur rechten Zeit, damit wir in 3-5 Jahren hier den ersten Rosé oder Spätburgunder-Sekt ernten können. 

15. Mai 2016

Der Frühling beginnt

Passend zu den Sonnenstrahlen und dem ersten Grün an den Bäumen sind wir mit dem Rebschnitt fertig und biegen jetzt die Fruchtruten "in Form". In ca. einem Monat werden die Knospen aufbrechen und die Triebe anfangen zu wachsen. 

März 2016

Update im Keller

Nachdem die Lese abgeschlossen ist, die Weine vergoren sind und Ruhe in den Keller eingekehrt ist, können wir uns den schönen Sachen der Winzerarbeit widmen und die Weine beim Reifen beobachten. 

In den letzten 20 Jahren haben wir unsere Holzfässer nur noch zum Lagern von Spätburgundern genutzt. Diese Weine profitieren im Besonderen von der Mikrooxidation und den leichten Holznoten, die sie durch das bis zu 50 Jahre alte Fass mitbekommen. In diesem Jahr gibt es aber eine kleine Revolution in unserem Keller: zum ersten Mal seit 1988 nutzen wir wieder ein Holzfass für den Weißweinausbau. In dem neuen 500-Liter-Fass aus Ybbstaler Eiche (ein österreischiches Fass der Fassbauerei Stockinger) reift unser Weißburgunder und bekommt den letzten Schliff bis zur Füllung im April. 

Bei den Trockenbeerenauslesen haben wir uns nicht so viel Zeit gelassen. Diese besonderen Qualitäten, von denen nur ganz wenige Liter vorhanden sind, haben wir nach dem Ende der Gärung Anfang Februar abgefüllt. Bis zum Verkaufsstart Anfang Mai lagern nun die Weine in Gitterboxen in unserem Keller. Aber diese Weine muss man nicht sofort trinken - wir sind davon überzeugt, dass wir in den nächten Jahrezehnten noch viel Freude an dieses aussergewöhnlichen Weinen haben werden. 

Februar 2016

Unsere Trockenbeerenauslese 2015

Dank perfekter Witterungsverhältnisse im Sommer und besonders wärend der Lese hatten wir die Chance erhalten, stark konzentrierte Beeren zu selektionieren. Die überreifen Trauben waren durch die Wärme der Sonne und die niedrige Luftfeuchtigkeit eingetrocknet und zu Rosinen eingeschrumpft.

Diese Rosinen mssten aufwendig selektioniert werden. Beeren mit einem Essig-Stich oder Fraßstellen musten wir komplett verwerfen, die übrigen wurden nach ihrem Gesundheitsgrad und Feuchtigkeitsgrad selektioniert. Je gesünder und grüner die Beere, desto eher handelt es sich um eine Spätlesenqualität statt einer Auslesequalität. An dem Sortiertbrett standen nur besonders geschulte Mitarbeiter und unsere Azubis, die in solchen Jahren fast nur Beeren sortieren. 

Der vielen Hände Arbeit steht jetzt in kleinen Stahlfässern in unserem Büro. Denn dort hat es der Wein zum Vergären angenehm warm, wogegen im unterirdischen Keller besonders die kleinen Behälter sehr schnell auskühlen. Und - im Büro haben wir immer ein Auge auf unsere besonderen Schätze. 

Im Oktober 2015

Die Traubenlese 2015

Der Goldene Oktober macht seinem Namen alle Ehre! In (meistens) perfektem Sonnenschein ernteten wir unsere Riesling- und Spätburgundertrauben. Letzten Jahr standen wegen der Fäulnis noch sehr aufwendige Sortierungen auf dem Plan. Dieses Jahr konnten wir uns dank des trockenen Wetters entspannt der Selektion edelfauler Beeren für Auslesen, Beeren- und Trockenbeerenauslesen widmen. 

Das Halbieren von Trauben im Sommer (Abschneiden der unteren Traubenhälfte) hat einmal mehr gezeigt, dass dies mit die beste Methode ist, um gesunde und hocharomatische Trauben zu ernten. Dieser Mehraufwand - im Sommer investieren wir quasi die Arbeitsstunden einer Lese in das Halbieren - wird uns gedankt mit perfekten, goldgelben Trauben mit ausserordentlichem Geschmack.  

Die Trauben hatten im September noch einmal an Wachstum zugelegt. Dort, wo wir keine Trauben halbiert haben, entstand etwas Botrytis. Dieser Pilz lässt die Beeren eintrocknen, sodass wir sehr konzentrierte, edelsüße Qualitäten ab Auslese aufwärts ernten konnten. Das bedeutete zwar einen großen Sortieraufwand (teilweise haben 8 Leser Trauben geerntet und 10 Mitarbeiter Beeren sortiert), aber das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Jeweils eine Trockenbeerenauslese aus unserem Bacharacher Hahn und unseren Rheingauer Weinbergen haben wir mit knapp 200° Oe geerntet. Es bleibt nur zu hoffen, dass diese Weine nicht so lange wie 2011 gären. Damals dauerte die Prozedur 16 Monate.

Im Oktober 2015

Steillagen-Roboter GEISI im Bacharacher Hahn

Seit einigen Jahren entwickelt die Weinbau-Universität Geisenheim einen selbstfahrenden Geräteträger, der die Mechanisierung in den steilsten Weinbergen voranbringen wird. Im Oktober lief GEISI zum ersten Mal im Bacharacher  Hahn. Ein ZDF-Team von TerraX war dabei und wird darüber in einer Ausgabe im Frühjahr berichten.

Der technische Fortschritt macht auch vor den Steillagen-Weinbergen nicht halt. Seit Jahrzehnten gibt es seilgezogene oder kettenbetriebene Geräte, die in Steillagen arbeiten können. Heute sind wirtschaftliches, rationelles Arbeiten und der Mitarbeiterschutz wichtiger denn je. 

Das Besondere an dem GEISI der Hochschule Geisenheim ist, dass hier erstmals niemand auf dem Gerät sitzen muss, um es zu steuern. Die gesamte Bedienung erfolgt über eine Konsole, die man in der Hand halten kann, ähnlich einer Spielekonsole. In den Stachelwalzen sitzen die vier Motoren. Dadurch ist das Gewicht optimal verteilt und ein Umkippen quasi ausgeschlossen. Die geknickte Achse sorgt für die nötige Beweglichkeit. 

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite des Fachbereichs Technik der Hochschule Geisenheim.

5. Oktober 2015

Der Sommer im Weinberg - oder wie wir es regnen lassen

Mal wieder zeigt sich der Sommer von seiner besten Seite und beschert uns trockenes und heißes Sommerwetter.Die Reben freuen sich zwar auch über die Wärme, allerdings stellen sie bei zu hohen Temperaturen und bei Wassermangel das Wachstum ein und ihr ganzer Stoffwechsel sorgt nur noch dafür, dass die Rebe überlebt und nicht dafür, dass beste Trauben produziert werden.

Seit mehr als 10 Jahren installieren wir deshalb in jedem neuen Weinberg eine Tröpfchenberegnung. So können wir jeder einzelnen Rebe genau die Wassermenge geben, die sie zum Überleben und Erzeugen von Qualität benötigt. Dazu ist in jeder Rebzeile eine Versorgungsleitung eingezogen und an jedem Rebstock wird ein Wassertropfer installiert. Durch diese Tropfer können wir (abhängig der Tropfergröße) 2-5 l Wasser pro Stunde und Rebe abgeben. Somit können wir den größten Wasserstress mildern und den Trauben eine Mangelsituation ersparen. Da wir nicht die ganze Rebzeile bewässern, sondern nur den Punkt um den Rebstock, verdunstet nur sehr wenig Wasser. Die Reben danken es uns mit vollaromatischen Beeren ohne Bittertöne. 

Kein Erfolg ohne Kontrolle! Vor und nach jeder Wassergabe überprüfen wir morgens vor Sonnenaufgang das sogenannte Blattwasserpotential. Das Blattwasserpotential gibt es Aufschluss darüber, wieviel Kraft die Rebe aufbringen muss, um Wasser aus dem Boden zu "ziehen". Je größer der Kraftaufwand, desto höher der Wasserstress. 

im Juli 2015

Blüte

Nachdem das Frühjahr etwas verzögert gestartet ist, sind wir mittlerweile in der Blüte angekommen. Die besten Lagen, wie unser Bacharacher Hahn und der Wallufer Walkenberg haben die Blüte schon abgeschlossen und die Trauben fangen an, sich zu putzen. Darunter versteht man, dass die Reste der Blüten, Staubgefäße und abgestorbenen Gescheine auf den Boden fallen. Andere Weinbergslagen, die etwas kühler sind, zum Beispiel unsere Lagen, in denen wir den DEVON S ernten, sind jetzt noch am Blühen. 

Wir haben unseren kleinen Entwicklungsrückstand vom Beginn des Jahres aufgeholt und liegen jetzt ca. 5 Tage vor dem 20- jährigen Mittel. Zwar ist es immer noch zu früh, um eine sichere und belastbare Prognose des Jahrgangs 2015 abzugeben, aber bis jetzt sind wir sehr zufrieden. 

16. Juni 2015

Reben pflanzen

Wie in jedem Jahr erweitern und verjüngen wir unsere Rebfläche. Dieses Mal wir den obersten Weinberg des Bacharacher Hahns neu bepflanzt. Natürlich mit Riesling. Diesen Weinberg haben wir nach der Ernte 2011 ausgehackt und mit einer Blumen- und Kräutermischung eingesät.

In den optimal vorbereiteten Boden pflanzen wir die Rebstöcke, deren Wurzeln wir mit einem besonderen Pilz "imprägniert" haben. Die wachsende Wurzel geht mit den Pilzen eine Beziehung, eine Symbiose ein. Die Pilze sorgen für Wasser und Nährstoffe, die Wurzel gibt Zucker ab, den die Pilze nicht selber herstellen können. Für beide eine "win-win" Situation. Und für uns ein gut anwachsender Weinberg. 

26. Mai 2015

Der Austrieb lässt auf sich warten...

So spielt die Natur: letztes  Jahr um diese Zeit, genauer am 17. April, war der Austrieb schon so weit fortgeschritten, dass wir die jungen Reben gegen Frost mit Feuer schützen mussten. Dieses Jahr fangen erst jetzt die Hausreben an auszutreiben. Im Weinberg wird es wahrscheinlich in einer Woche so weit sein. Dann wären wir immer noch 5 Tage vor dem langjährigen Durchschnitt. Aber jetzt schon eine Prognose zu der Qualität des Jahrgangs 2015 abzugeben ist mehr als verfrüht. 

17. April 2015

Das Jahr 2014

... wie soll man das nur beschreiben? 

Ein Jahr voller Extreme, voller Überraschungen und voller Seufzer im Sinne von: "So etwas gab es noch nie!". Aber auch ein Jahr voll wertvoller Erfahrungen und - Ende gut, alles gut - mit tollen Weinen. 

Lesen Sie mehr!

Winter 2014

Die Tiere im Weinberg

Das ganze Jahr über finden wir in unseren Weinbergen neben Reben, Blumen und Kräutern auch die verschiedensten Tiere. Im Jahr 2014 machte im Frühjahr ein Bienenschwarm den Anfang, der sich in unserem Dunkelfelder häuslich eingerichtet hatte. Beim Heften (da stecken wir die Reben-Äste in den Drahtrahmen) war uns der Bienenstock aufgefallen. Ein befreundeter Imker verschaffte schnell Abhilfe - im wahrstenSnne des Wortes; er packte den ganzen Schwarm einfach ein. 

Anfang Juni fanden wir in unserem R-Weinberg dieses Kitz. Versteckt im Gras hatte es auf seine Mutter gewartet. Natürlich haben wir es nicht angefasst. Auch haben wir erst am nächsten Tag weiter in dem Weinberg gearbeitet. Im Sommer können wir uns diese Rücksicht noch erlauben. Im Herbst sehen wir Trauben-fressende Rehe dort nicht so gerne. Vorsorglich haben wir  deshalb diesen Spätburgunder während der Reifeperiode mit einem Zaun abgesichert. 

Seltene Gäste in unserem Weinberg Bacharacher Hahn sind Salamander. Aber die feuchte Witterung im Sommer (und leider auch im Herbst) hatte diesen wohl verleitet, uns beim Lesen zu besuchen. 

Sommer 2014

Wir pflanzen wieder

Wie in jedem Jahr wird auch 2014 ein Teil des Rebbestandes in unserem Weingut erneuert. Obwohl wir sehr gerne die besondere Qualität unserer Alten Reben genießen, müssen wir uns jedes Jahr ein wenig "verjüngen". 

 

Dieses Jahr haben wir unseren steilsten Weinberg im Bacharacher Hahn neu angepflanzt. In dem Hang mit einer Steigung von 70% kam zum ersten Mal eine Pflanzraupe zum Einsatz. 

 

Die Raupe zieht ein Schwert durch den Boden. In die Furche, die sich so öffnet, werden die Reben im bestimmten Abstand eingesetzt. So entfällt für uns die Arbeit, ein Pflanzloch zu graben und wieder zu schließen. Da die Pflanzmaschine Satelliten-gesteuert arbeitet, wissen wir später zentimetergenau, wo welche Rebe steht. 

24. April 2014

Mit Feuer gegen Eis

Die Zeit kurz nach dem Austrieb ist die kritischste des Jahres für die Entwicklung der Reben. Denn die kleinen Triebe sind sehr Kälte-empfindlich. Nur ein paar Stunden Frost in dieser Zeit und eine ganze Ernte kann vernichtet sein. 

Um der kalten Luft Einhalt zu gebieten, haben wir deshalb ab 5.00 Uhr heute morgen Feuerkörbe im Weinberg verteilt und angezündet. Durch die warme Luft entsteht eine Luftverwirbelung und es bilden sich keine "Kaltluft-Seen", in denen die Reben erfrieren können. 

Die Kombination aus Abmulchen der Begrünung (zu hohe Begrünung bedeutet eine größere Abkühlung durch die Verdunstungskälte) und Heizen mit den Feuerkörben hat uns vor einem Schaden bewahrt. Von -3° C am Rebstock konnten wir die Temperatur in der gefährlichen Zeit kurz vor und nach dem Sonnenaufgang auf 0°C anheben. Jetzt bleibt zu hoffen, dass es zum letzten Mal für dieses Frühjahr so kalt geworden ist und wir von den Eisheiligen im Mai verschont bleiben. 

17. April 2014

Die letzten Lesevorbereitungen:

Bald beginnt die Weinlese. Die Trauben (hier Riesling aus dem Bacharacher Hahn) haben schon Einiges an Zucker und Aromastoffen eingelagert. Die Säure fängt an, sich harmonisch einzugliedern. Dennoch wollen wir noch mindestens eine Woche warten, bis wir die frühen Sorten und die Basisqualitäten lesen. Jeder weitere sonnige Tag bringt mehr Aroma und eine deutliche Steigerung der Weinqualität.

Nur eine halbe Traube ist eine gute Traube:

Jetzt zeigt es sich: unsere Entscheidung, die Trauben im Sommer zu halbieren, war genau richtig. Eine halbierte Traube streckt sich mehr in die Länge. Folglich ist mehr Platz für die einzelnen Beeren, diese quetschen sich nicht gegenseitig ab und die Trauben können deutlich länger am Stock hängen ohne von Fäulnis befallen zu werden. Das ist besonders in diesem Jahr wichtig, da wir durch das kalte Frühjahr (Mai und Juni) mit einer recht späten Lese rechnen.

29. September 2013

Noch gärt der Sekt...

Vor 3 Wochen haben wir wieder neuen Sekt abgefüllt. Dieses Mal werden eine Partie Riesling und eine Partie Spätburgunder (dieser "weiß gekeltert" zu Pinot blanc de noirs) aus dem Jahrgang 2012 zu perlendem Wein veredelt. Das Manometer zeigt uns an, dass die Hefe den Zucker in den Flaschen zu Alkohol und CO2 verarbeitet. Die Fermentation ist beendet, wenn 7 bar Druck erreicht sind. Dann dauert es noch 9 Monate, bis wir endlich wieder unseren Spätburgunder-Sekt Pinot blanc de noirs  anbieten können. 

5. September 2013

100 Jahre mit Riesling! - 21. August 2013

Heute feiern wir mit unserer Oma zusammen ihren 100sten Geburtstag. Durch sie haben wir die Rheingauer Weinberge - unseren Walkenberg, den Jodocus und die Alten Reben  - geerbt, sie hat jahrzehntelang in unserer Weinstube die Gäste bewirtet und freut sich immer noch an ihrem Gläschen Riesling. 

Auf die nächsten 100 Jahre! Zum Wohl!

Hochwasser in Bacharach

Es scheint, als wären wir in Bacharach noch einmal einer größeren Hochwasser-Katastrophe entkommen. Durch starke Regenfälle und große Wassermassen aus den Nebenflüssen stieg der Rhein Anfang Juni bis zu einem Kauber Pegel von 7.18m an. Die Wassermassen überfluteten in Bacharach die Rheinanlagen, Teile der B9 und die Einfahrten durch die Stadttore. 

Glücklicherweise blieb der Höchststand einen Meter unter dem Hochwasser vom Winter 1988, sodass wir zwar Wasser im Keller hatten, jedoch keine größeren Mengen, die eine Evakuierung der Fässer nötig gemacht hätten.  

6. Mai 2013

Und es fängt wieder an:

Man mag es kaum glauben aber trotz der kalten Temperaturen der letzten Wochen und obwohl es vor nicht 7 Tagen noch geschneit hat: die Reben bluten. Dieses Schauspiel zeigt sich jedes Jahr aufs neue wenn die Wurzeln anfangen zu wachsen. 

Nach der Winterruhe und dem Rebschnitt drücken die Wurzeln wieder Wasser durch die Leitbahnen der Rebe. Dort wo wir die Rebe angeschnitten haben liegen die Leitbahnen frei und das Wasser tritt aus. Der Winzer erkennt jetzt, dass die blutenden Reben nicht im Winter erfrohren oder abgestorben sind. Innerhalb der nächsten Tage schließen sich die Leitbahnen wieder und die Knospen fangen an zu schwellen. Dann steht dem Austrieb nichts mehr im Wege. 

9. April 2013

"Der Rhein von oben" bei ARTE  am 13. 3. 19:30 Uhr - und wir sind dabei

Mit spektakulären Aufnahmen vom Rheintal aus der Luft beschreibt die Sendung die vielen Gesichter des Rheins. In der dritten Folge geht es um das romantische Mittelrheintal mit seinen Burgen und der von Weinbau geprägten Kulturlandschaft. Darin bestreiten wir den Winzer-Part.

Eine ganze Vegetationsperiode lang haben uns die Arte-Journalisten begleitet. Ihnen ist ein stimmungsvolles Portrait einer alten Kulturlandschaft mit ihren Menschen gelungen. Ein besonderer Hingucker: die Aussichten auf das Rheintal gefilmt einer speziellen Helikopter-Kamera, die einzigartige Aufnahmen ermöglicht.

Die Trockenbeerenauslese "hat fertig" 

Bis zu einem ganzen Jahr lang standen die edelsüßen 2011er Spitzenrieslinge bei uns im Büro, wo sie während der Gärung bei ausreichender Wärme ständige Beobachtung und Zuspruch erfahren haben. Zum Schluss blieb nur noch die 2011er Trockenbeerenauslese aus dem Bacharacher Hahn übrig. Das hohe Ausgangsmostgewicht von 243 Grad Oechsle schien uns während der langen (und langsamen) Gärphase zeitweise mehr Last als Versprechen.

Doch das Warten hat sich gelohnt. Im Dezember hatte sich genug Alkohol ( 7 % ) gebildet. Ein stabiler, in Säure und Restzucker ausgewogener, langlebiger Wein ist entstanden. Jetzt, Anfang Februar 2013, haben wir die TBA auf Flaschen gefüllt; dieser Wein ist für uns tatsächlich die Krönung des Ausnahmejahrgangs 2011.

14. Februar 2013

 
de
en
Weingut Toni Jost Hahnenhof